Das Projekt MULTIMEDIALE LITERATUR

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Wie realisiert man ein spanndendes Medienprojekt? Und wie lassen sich Texte mit Hilfe neuer Medien visualisieren? Wer sich von einer kreativen Umsetzung inspirieren lassen möchte, sollte sich unbedingt das Projekt Multimediale Literatur anschauen, das mit Unterstützung der Kunstlehrerin Petra Suko am G19 in Wien durchgeführt wurde. Selbstverfasste Textbausteine und bekannte Literatur-Zitate wurden mittels dadaistischer Stilelemente miteinander verwoben. Offenbart wird eine Welt, in der SchülerInnen ironische Fragmente pointiert aufdecken und mediale Grenzen selbstbewusst ausloten.

 

Die von den SchülerInnen bereits zuvor verfassten Texte wurden mittels Einzelbilder, Fotos, sowie Video- und Handymaterial collagenartig visualisiert. Basismaterial waren experimentelle dadaistische Texte wie z.B. Lautgedichte, die gelesen und in der jeweiligen Filmgruppe als Ausgangsmaterial dienten. Die vier entstandenen Clips wurden im Internet veröffentlicht und im Juni 2011 in der Kunsthalle Wien im Rahmen des Festivals Vienna Independent Shorts präsentiert.

 

Um mehr über das Projekt zu erfahren, haben meine Kollegin Magdalena Holczik und ich Petra Suko in einer Buchhandlung in Wien getroffen und mit ihr über die inhaltliche und technische Umsetzung des Projekts gesprochen. Dabei ging es nicht nur um die konkrete Realisierung, sondern auch um persönliche Erfahrungen als Kunstlehrerin, sowie das Medienverständnis ihrer SchülerInnen.

 

 



Das vollständige Interview mit Petra Suko über MULTIMEDIALE LITERATUR

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Lisa Badura: „Multimediale Literatur“ ist ein Text- und Bildgewaltiges Projekt und öffnet viele mediale Zugänge. Wie entstand das Thema?

Petra Suko: Zusammen mit zwei meiner Kollegen haben wir überlegt, was Ausgangsmaterial sein könnte. Sind es Bilder oder Texte? Wir sind auf Literatur und Text gekommen mit der Idee, Literatur zu verbildlichen. Darüber kamen wir dann auf Dadaismus, Nonsens, Experimentelle Literatur. Die Texte wurden von den SchülerInnen im Fachbereich Deutsch selbst verfasst und dienten dann als Ausgangsmaterial für mein Projekt: dem Visualisieren von Text. Mein Ansatz ist die VJ-Kultur, die auf visuelle und audiovisuelle Kunst abzielt. Zum Beispiel gibt es Lesungen, wo KünstlerInnen experimentelle Literatur lesen und zu diesen Texten Visualisierungen gemacht werden. Wie verknüpft man also Text mit Bild? Während unseres Projektes gab es eine Ernst Jandl* Ausstellung im Wien Museum. Viele meiner SchülerInnen haben sich diese Ausstellung angeschaut. Ich glaube, es war eine gute Anregung, weil es auf dieser Ausstellung Lesungen gab und experimentelle Visualisierungen der Gedichte vorgestellt wurden.

*Ernst Jandl (1925-2000) war Wiener Poet und gehörte dem Literatenkreis der Wiener Gruppe an. Jandl schrieb vor allem experimentelle Lyrik und verwendete die phonetischen, visuellen und akustischen Dimensionen der Sprache als literarisches Mittel. Seine Arbeiten umfassen visuelle Poesie, Lautgedichte und Werke, die der Konkreten Poesie zugeordnet werden.

 

Wie setzte sich Ihre Projektgruppe zusammen?

Das Projekt wurde am G 19 in Wien gemacht. Die Gruppe bestand aus ungefähr 18 SchülerInnen. Sie  waren in der 7. Klasse und 16 bis 18 Jahre alt. Wir haben die SchülerInnen in 4 Projektgruppen geteilt, die dann parallel betreut wurden.

 

Wie sieht die technische Ausstattung an Ihrer Schule aus?

Wir haben einen Zeichen-Saal mit einem kleinen Computerlabor, in dem 3 iMacs zur Verfügung stehen. Zusätzlich haben wir noch 2 schuleigene MacBooks verwendet.

 

Kommen wir zum Projektverlauf. Wie sah er in etwa aus?

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Leuchttürme schulischer Medienprojekte

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Der media literacy award 2011 [mla] ist Ende Oktober in Wien über die Bühne gegangen. Zeit, um einige Überlegungen und Beobachtungen Revue passieren zu lassen!

 

Wettbewerbe bieten die einmalige Gelegenheit, richtungsweisende Themenstellungen und Technologien präsentiert zu bekommen. Über 300 Schulprojekte wurden zum diesjährigen media literacy award eingereicht. Für das Organisations-Team bestand also bereits im Vorfeld die Gelegenheit, abwechslungsreiche Medienproduktionen zu sehen. Offenbart wurden nicht nur unterschiedliche Ausprägungen von Medienkompetenz*, auch unmittelbare Einblicke in heutige Mediengewohnheiten waren möglich.

 

Angesichts der erleichterten technischen Verbreitungs- und Handhabungsmöglichkeiten lassen sich vollkommen neue Formen von Partizipation und Kommunikation vernehmen – auch im Unterricht. Erforderliches Equipment und technisches Know-how kommen schon längst nicht mehr von den Schulen und LehrerInnen allein. Im Gegenteil. Viele Digital Natives fordern ihre LehrerInnen durch ihren medialen Startvorsprung heraus – im besten Fall lernen beide voneinander. Lernprozesse können dadurch hierarchiefreier gestaltet werden. Und das macht sich auch in vielen Projektbeiträgen bemerkbar.

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Die Eröffnung des media literacy award

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Dieser Zusammenschnitt  wurde von Katharina Hoffman erstellt, die uns den Clip netterweise zur Verfügung gestellt hat

 



Trailer media literacy award [mla]

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Willkommen zum neuen BLOG!

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Hier soll best practice gefördert werden!

 

Wodurch?

 

Spannende Medienprojekte werden vorgestellt
Präsentiert werden Projekte aus dem Fundus der vergangenen media literacy award [mla] – Einreichungen. Alle Beiträge (ob Video, Radio, Neue Medien, Print…) können auf direktem Wege im Klassenraum angeschaut/abgespielt werden.

 

Lehrpersonen kommen zu Wort
In kurzen Video-Clips werden Projekte und die involvierten LehrerInnen vorgestellt. Detailiertere Infos über Methoden, persönliche Erfahrungswerte und technische Tips werden in der jeweiligen ausführlichen Druckfassung der Interviews bereitgestellt.

 

Aktuelle Arbeiten / Beiträge können publiziert werden
Wenn Sie ein Medienprojekt an Ihrer Schule realisieren, können Sie Ihre Ideen, Konzepte und den Status quo präsentieren.

 

Hier gibt’s Veranstaltungshinweise!
Hinweise über Workshops / Weiterbildungsmöglichkeiten / Veranstaltungen, sowie Literatur und Weblinks werden bereitgestellt.