BORG Grieskirchen (OÖ)
Schreckliche Themen der Vergangenheit und Gegenwart werden in
Form von Kunstwerken unter Bezugnahme auf Zeitungsartikel umgesetzt.
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Ein Bleistiftstrich, noch einer, ein paar Rundungen, Punkte … und auf einmal ist ein Objekt zu erkennen. Inhalte, deren Schrecklichkeit nur schwer in Worte zu fassen ist, werden in Form von Malerei ausgedrückt. Von den ersten Skizzierungen bis zum letzten Pinselstrich wird die Entstehung von zehn Bildern dargestellt. Dabei handelt es sich jedoch nicht um die Abbildung von Blumen, Stillleben und Portraits fremder Menschen, sondern um die künstlerische Darstellung von hochbrisanten Themen. Mit Bedacht wurden Zeitungsartikel ausgewählt, von denen jeder ein Stück unvergessliche Geschichte repräsentiert. Aufgegriffen wurden unter anderem folgende Themenbereiche: Nationalsozialismus, die Politik von George W. Bush, die Erniedrigung irakischer Gefangener in Guantanamo.
Dazwischen werden in unterschiedlich großen Zeitabständen die originalen Pressebilder eingeblendet. Der Entstehungsprozess steht im Zentrum, es ist daher nicht von Anfang an klar, wie das Endprodukt aussehen wird und worauf es abzielt.
Der Beitrag zeichnet sich nicht nur durch die Möglichkeit aus, die Entstehung eines Bildes vom ersten Pinselstrich bis zum letzten Farbklecks mitzuerleben, sondern zudem durch deren Einbettung in einen globalen Kontext. Gesellschaftskritisch und mit implizitem Appell, dass sowohl vergangene Geschehnisse als auch aktuelle Ereignisse dazu da sind, um für die Zukunft zu lernen, bleibt der Film im Gedächtnis. Weiters zeugt die Auseinandersetzung der SchülerInnen davon, dass Geschichte und Politik nicht nur trocken sein müssen, sondern sehr wohl in einen künstlerischen Rahmen eingebettet sein können.
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